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Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

Das EU-Schulprogramm erklärt

Über das EU-Schulprogramm wird die Verteilung von Milch, Obst und Gemüse an Millionen von Kindern, vom Kindergarten bis zur Sekundarschule, in der gesamten EU unterstützt.

Ziele

Ziel des EU-Schulprogramms ist es, für eine rentable Nahrungsmittelerzeugung und gesunde Ernährungsgewohnheiten bei Kindern zu sorgen, indem Schulkindern Obst und Gemüse, Milch und bestimmte Milcherzeugnisse schmackhaft gemacht werden. Diese Initiative steht im Einklang mit den Zielen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), was Marktstabilität und ein ausreichendes Angebot betrifft. Da immer mehr verarbeitete Lebensmittel verzehrt werden und aufgrund schlechter Ernährung wie auch mangelnder Bewegung der Anteil fettleibiger Menschen steigt, fördert die EU aktiv eine gesündere Ernährung und eine gesündere Lebensweise bei Kindern.

Überblick

Durch das Programm werden Lebensmittel verteilt, aber auch Bildungs- und Informationsmaßnahmen durchgeführt.

Verteilung

Mit dem Programm wird die Verteilung von Obst, Gemüse, Milch und bestimmten Milcherzeugnissen an Schulkinder vom Kindergarten bis zur Sekundarschule unterstützt. Die EU-Länder genehmigen eine Liste von Erzeugnissen (unter angemessener Einbeziehung ihrer für Gesundheit und Ernährung zuständigen Stellen), die Kindern dabei helfen soll, sich gesund zu ernähren.

Bildungsmaßnahmen

Im Rahmen des Schulprogramms werden auch anschauliche Bildungsaktivitäten durchgeführt (Unterrichtsstunden, Besuche auf Bauernhöfen, Schulgärten, Verkostungen und Kochworkshops), durch die die Schülerinnen und Schüler inspiriert und informiert werden sollen.

Durch praktisches Erleben lernen die Kinder, wie Lebensmittel vom Bauernhof auf den Tisch gelangen, lernen die harte Arbeit der örtlichen Landwirte zu schätzen und verstehen die Bedeutung einer nachhaltigen Landwirtschaft. Dadurch erlangen sie nicht nur neues Wissen, sondern werden auch neugierig darauf, woher ihre Lebensmittel kommen, und wissen diese mehr zu schätzen.

Informationsmaßnahmen

Auch für Informationsmaßnahmen sind Mittel verfügbar, um für mehr Sichtbarkeit des Programms zu sorgen und den reibungslosen Ablauf zu überwachen und zu bewerten.

EU-Schulprogramm nach 2027

Mittelausstattung

Für das Programm stehen pro Schuljahr insgesamt 220,8 Mio. EUR an EU-Mitteln zur Verfügung, davon bis zu 130,6 Mio. EUR für Obst und Gemüse und bis zu 90,1 Mio. EUR für Milch.

Je nach Schwerpunkten und Bedürfnissen kann jedes Land einen Teil seiner EU-Mittel für Obst und Gemüse auf Milch übertragen und umgekehrt. Außerdem kann es auch lediglich einen Teil der vorgesehenen Mittel oder aber mehr als die vorgesehenen Mittel beantragen. Weitere Informationen finden sich im Bericht der Kommission über die Anwendung der Kriterien für die Mittelzuweisungen und die Auswirkungen der Mittelübertragungen.

Ab dem Schuljahr 2023/2024 haben Antragsteller die Möglichkeit, Vorschüsse zu beantragen (anspruchsberechtigt sind bis zu 80 % der Antragsteller).

Die Kommission verabschiedet für jedes Schuljahr einen Beschluss, in dem die EU-Mittel für jedes Land festgelegt werden:

Vorläufige EU-Mittel nach Ländern für den Zeitraum 1. August 2023 bis 31. Juli 2029

Schuljahr 2025/2026 – EU-Mittel nach Ländern

Schuljahr 2024/2025 – EU-Mittel nach Ländern

Schuljahr 2023/2024 – EU-Mittel nach Ländern

Umverteilung der Mittel für das Schuljahr 2022/2023 zur Unterstützung vertriebener ukrainischer Kinder

Im Juni 2022 veröffentlichte die Kommission eine Verordnung, in der die EU-Länder aufgerufen wurden, ihre Beihilfeanträge im Rahmen des Schulprogramms für das Schuljahr 2022/2023 zu überprüfen. Dies geschah vor dem Hintergrund der Ausnahmesituation infolge der russischen Invasion in der Ukraine. Hier war Solidarität zwischen den EU-Ländern gefragt, um diejenigen, die sich an vorderster Front um die Versorgung geflüchteter ukrainischer Kinder kümmerten, zu entlasten.

Die EU-Länder stellten entweder den Betrag bereit, den sie im Rahmen des Programms zusätzlich beantragt hatten, oder den Teil ihrer nationalen Zuweisung, der nicht benötigt wurde. Nicht verwendete Beträge wurden auf die Länder umgeschichtet, die die meisten ukrainischen Kinder aufnahmen. Insgesamt wurden so 2,9 Mio. EUR umverteilt, um geflüchtete ukrainische Kinder in Schulen in der EU zu versorgen.

Schulprogramm nach Ländern

Länder, die an dem Programm teilnehmen wollen, müssen eine nationale oder regionale Strategie für einen Zeitraum von sechs Jahren vorlegen.

Dieses Dokument muss die Ziele (z. B. Steigerung des Obst- und Gemüseverzehrs im Hinblick auf die empfohlenen fünf Portionen pro Tag), die Begünstigten (z. B. Grundschulkinder), die Erzeugnisse, die Bildungsaktivitäten und die Modalitäten für die Umsetzung des Programms umfassen.

Jedes teilnehmende Land muss die Durchführung des Programms überwachen und bewerten. Für jedes Schuljahr ist ein Überwachungsbericht zu erstellen. Ausgewählte Daten aus den jährlichen Überwachungsberichten der EU-Länder sind auf dem Datenportal für das Schulobst-, Schulgemüse- und Schulmilchprogramm der EU verfügbar.

Die Bewertungsberichte für den Zeitraum 2017-2022 wurden der Kommission vorgelegt, und die Berichte für alle EU-Länder sind online verfügbar. Detaillierte Informationen finden sich auch in der zusammenfassenden Auswertung der öffentlichen Konsultation und der Bewertungsberichte aus EU-Ländern.

Die Strategien der Länder und deren Überwachungs- und Bewertungsberichte werden nicht von der Kommission genehmigt. Sie veröffentlicht sie lediglich zusammen mit der Angabe einer Kontaktstelle in jedem Land, die über die Teilnahme und Einzelheiten zur Umsetzung Auskunft gibt.

Kontaktstellen für das Schulprogramm in den EU-Ländern

Rechtsgrundlagen

Das Schulobst-, Schulgemüse- und Schulmilchprogramm der EU beruht auf den nachstehenden Verordnungen (bitte jeweils die konsolidierte Fassung heranziehen):

Arrangementer