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Agriculture and rural development

EU-Bio-Auszeichnungen

Preisträgerinnen und Preisträger

Der Wettbewerb um die EU‑Bio-Auszeichnungen umfasst sieben Kategorien und acht Auszeichnungen für verschieden Akteure der ökologischen/biologischen Wertschöpfungskette, die herausragende, innovative, nachhaltige und inspirierende Projekte mit konkretem Mehrwert für die Bio-Produktion und für den Verbrauch geschaffen haben. Die Auszeichnungen sind nicht mit einem Preisgeld verbunden.

Am 23. September 2022, dem EU-Bio-Tag, fand eine Preisverleihung statt. Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden zur Verleihung ihrer Preise nach Brüssel eingeladen. Auf dieser Veranstaltung waren Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, des Rates der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses, des Europäischen Ausschusses der Regionen sowie von COPA-COGECA und IFOAM Organics Europe anwesend. Die Preisträgerinnen und Preisträger erläuterten ihre nachahmenswerten Projekte zum Nutzen der breiten Öffentlichkeit.

EU Organic Awards logo

Kategorie 1: Beste Bio-Landwirtin und bester Bio-Landwirt

Ziel ist es, je einen Landwirt und eine Landwirtin für ihre Arbeit im Bereich ökologische/biologische Erzeugung auszuzeichnen. Der Wettbewerb wird von COPA-COGECA und IFOAM Organics organisiert.

Kategorie 2: Beste Bio-Anbauregion

Mit diesem Preis wird eine EU-Region ausgezeichnet, die sich für ökologische/biologische Erzeugung und Verbrauch einsetzt. Der Wettbewerb wird vom Europäischen Ausschuss der Regionen organisiert.

Kategorie 3: Beste Bio-Stadt

Mit diesem Preis wird eine Stadt in der EU ausgezeichnet, die sich für ökologische/biologische Erzeugung und Verbrauch einsetzt. Der Wettbewerb wird vom Europäischen Ausschuss der Regionen organisiert.

Kategorie 4: Bester Bio-Bezirk

Diese Auszeichnung wird einem Bio-Bezirk verliehen. Ein „Bio-Bezirk“ ist ein geografisches Gebiet, in dem Landwirtschaftsbetriebe, Bürgerinnen und Bürger, Fremdenverkehrsunternehmen, Verbände und Behörden eine Vereinbarung treffen, die lokalen Ressourcen nach ökologischen Grundsätzen und Verfahren nachhaltig zu bewirtschaften. Der Wettbewerb wird vom Europäischen Ausschuss der Regionen organisiert.

Kategorie 5: Bestes Bio-KMU (kleines und mittleres Unternehmen)

Mit diesem Preis wird ein in der EU ansässiges KMU ausgezeichnet, das sich mit der Verarbeitung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen befasst. Der Wettbewerb wird vom Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss organisiert.

Kategorie 6: Bester Bio-Lebensmitteleinzelhändler

Mit diesem Preis wird ein in der EU ansässiger Lebensmitteleinzelhändler ausgezeichnet, der ökologische/biologische Erzeugnissen verkauft. Der Wettbewerb wird vom Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss organisiert.

Kategorie 7: Bestes Bio-Restaurant

Ziel dieser Kategorie ist es, ein eigenständiges oder einem Hotel- oder Gastgewerbebetrieb angeschlossenes Restaurant auszuzeichnen, das zertifizierte ökologische/biologische Erzeugnisse auf der Speisekarte hat. Der Wettbewerb wird vom Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss organisiert.

Fotogalerie der Preisverleihung

Warum bewerben?

Möchten Sie dazu beitragen, die Öffentlichkeit für die ökologische/biologische Produktion in der EU zu sensibilisieren? Möchten Sie dazu beitragen, ökologische/biologische Erzeugnisse in der EU besser zugänglicher und preiswerter zu machen? Haben Sie zu diesem Zweck ein herausragendes, innovatives, nachhaltiges und übertragbares Projekt entwickelt und durchgeführt, oder führen Sie es derzeit durch? Möchten Sie dieses Projekt der Öffentlichkeit vorstellen?

Wenn Sie mindestens eine dieser Fragen mit „ja“ beantworten können, sollten Sie sich für die nächste Ausgabe der EU-Bio-Auszeichnungen bewerben. Wenn Sie gewinnen, erhalten Sie eine nicht-finanzielle Anerkennung und können Ihr Projekt für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar machen. Wenn Sie also

  • eine Bio-Landwirtin oder -Landwirt,
  • eine Stadt oder Region, die Bio-Mahlzeiten in Krankenhäusern oder Schulen bereitstellt oder auf andere Weise die ökologische/biologische Produktion fördert,
  • oder ein Unternehmen in der ökologischen/biologischen Lebensmittelkette mit innovativem Geschäftsansatz sind

– dann sollten Sie über eine Bewerbung um eine der EU-Bio-Auszeichnungen nachdenken.

Antragsverfahren

Die Antragsteller für die EU-Bio-Auszeichnungen 2022 wurden aufgefordert,

  • die verschiedenen Abschnitte dieser Website zu lesen, in der Informationen zu den Eignungs- und Auswahlkriterien und weitere Informationen zu finden sind,
  • die Kategorie auszuwählen, für die sie sich bewerben wollen,
  • in der Frist vom 25. März bis 8. Juni 2022 ihre Bewerbung einzureichen,
  • geschlossene Leitfragen zu beantworten; einige davon mit Bezug auf die vier Grundsätze der ökologischen/biologischen Produktion und die Säulen der Nachhaltigkeit. Dies verschafft der Jury einen besseren Überblick über die Bewerberinnen und Bewerber.

Organisatoren, Auswahlkriterien, Finalisten

In diesem Abschnitt finden Sie Informationen zur Durchführung der Ausgabe 2022 der EU-Bio-Auszeichnungen.

Die EU-Bio-Auszeichnungen werden gemeinsam von der Europäischen Kommission, dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss, dem Europäischen Ausschuss der Regionen, COPA-COGECA und IFOAM Organics Europe organisiert.

Die über die endgültigen Preisträger entscheidende Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertretern

  • der Europäischen Kommission,
  • dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss,
  • dem Europäischen Ausschuss der Regionen,
  • dem Europäischen Dachverband der Landwirte und landwirtschaftlichen Genossenschaften (COPA-COGECA);
  • von IFOAM Organics Europe,
  • dem Europäischen Parlament und
  • dem Rat der Europäischen Union.

Zeitleiste

  1. 25. März 2022

    Start der Bewerbungsfrist für die Auszeichnungen

  2. 8. Juni 2022

    Ende der Einreichungsfrist für Bewerbungen für die Auszeichnungen: 8. Juni 2022 (23:59:59 MESZ).

  3. September 2022

    Entscheidung über die Preisvergabe

  4. 23. September 2022

    Preisverleihung

Die EU-Bio-Auszeichnungen

Der Ausbau des ökologischen/biologischen Landbaus und der Bio-Aquakultur und Lebensmittelproduktion tragen beträchtlich zur Verringerung des Einsatzes von chemischen Düngemitteln, Pestiziden und antimikrobiellen Mitteln bei und wirken sich positiv auf unser Klima, unsere Umwelt, die biologische Vielfalt und das Tierwohl aus. Deshalb wurde der ökologischen/biologischen Produktion eine Schlüsselrolle bei der Verwirklichung der Ziele des europäischen Grünen Deals, der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ und der Biodiversitätsstrategie zugesprochen. Aus diesem Grund hat die Kommission als Ziel festgelegt, 25 % der landwirtschaftlichen Fläche der Union bis 2030 für den ökologischen Landbau zu nutzen und die ökologische/biologische Aquakultur erheblich auszubauen.

Die Kommission hat im März 2021 den Aktionsplan zur Förderung der ökologischen/biologischen Produktion angenommen, zu dem auch die jährlichen Auszeichnungen gehören. Ziel ist es, die besten und innovativsten Bio-Akteure auszuzeichnen, die zur Verringerung der schädlichen Auswirkungen der Landwirtschaft auf Umwelt und Klima beitragen.

Ökologisch/biologische Landwirtschaft, Aquakultur und Lebensmittelproduktion in der EU

In der Verordnung (EU) 2018/848 heißt es im ersten Erwägungsgrund: „Die ökologische/biologische Produktion bildet ein Gesamtsystem der landwirtschaftlichen Betriebsführung und der Lebensmittelproduktion, das beste umweltschonende und klimaschützende Verfahren, ein hohes Maß an Artenvielfalt, den Schutz der natürlichen Ressourcen sowie die Anwendung hoher Tierschutz- und Produktionsstandards kombiniert, die der Tatsache Rechnung tragen, dass die Nachfrage der Verbraucher nach Erzeugnissen, die unter Verwendung natürlicher Stoffe und nach natürlichen Verfahren erzeugt worden sind, stetig steigt.“

In der EU steigt der Anteil der ökologischen/biologischen Produktion. 2019 wurden 8,5 % aller Agrarflächen in der EU ökologisch bewirtschaftet. Dies entspricht 13,8 Mio. Hektar, was gegenüber den 9,5 Mio. Hektar im Jahr 2012 einen Anstieg von 45,8 % ausmacht. Die Länder mit den größten ökologisch/biologisch bewirtschafteten Flächen waren laut Eurostat-Statistiken zum ökologischen/biologischen Landbau Spanien (2,4 Mio. Hektar; 17,4 % des gesamten EU-Anteils), Frankreich (2,2 Mio. Hektar; 16,2 % des Gesamtanteils), Italien (2,0 Mio. Hektar, 14,5 % des Gesamtanteils) und Deutschland (1,3 Mio. Hektar, 9,4 % des Gesamtanteils).

In der gesamte Wertschöpfungskette waren in der EU fast 344 000 ökologische/biologische Erzeuger und mehr als 78 000 Bio-Verarbeitungsbetriebe aktiv. Die Bio-Landwirte profitieren von den höheren Preisen ihrer Erzeugnisse auf dem Markt und von der rasch wachsenden Nachfrage der Endverbraucherinnen und -verbraucher nach ökologischen/biologischen Erzeugnissen. Im Jahr 2019 betrug der Anteil des EU-Marktes (für Bio-Erzeugnisse) 38,8 Mrd. Euro in einem globalen Markt von 106,4 Mrd. Euro, und steht somit an zweiter Stelle nach dem US-Markt mit 48,2 Mrd. Euro. Große Märkte in der EU sind laut FIBL-Statistiken Deutschland (12,0 Mrd. Euro) und Frankreich (11,3 Mrd. Euro).

Die Pro-Kopf-Ausgaben der Verbraucher für ökologische/biologische Erzeugnisse sind laut FIBL-Statistiken in Dänemark am höchsten (344 Euro; 12 % der Lebensmitteleinkäufe) und Luxemburg (264 Euro; 8 % der Lebensmitteleinkäufe).

Mehr und mehr Verbraucherinnen und Verbraucher kennen das EU-Bio-Logo. Im Jahr 2020 erkannten 56 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Eurobarometer-Umfrage das Logo; im Jahr 2017 waren es erst 27 %. 80 % der Umfrageteilnehmer/innen sind der Ansicht, dass ökologische/biologische Erzeugnisse umweltfreundlicher sind und für sie höhere Tierwohlstandards gelten.

Dokumente

Praktischer Leitfaden für die EU-Bio-Auszeichnungen 2022
Deutsch
(571.21 KB - PDF)
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EU-Bio-Auszeichnungen – allgemeine Einleitung
Deutsch
(603.59 KB - PDF)
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EU Organic Awards – privacy statement
English
(524.62 KB - PDF)
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