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Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
Jede Jahreszeit genießen: Essen Sie mehr Obst und Gemüse!

Überblick

Im Jahr 2023 konsumierten die Bürgerinnen und Bürger der EU durchschnittlich 351 Gramm Obst und Gemüse pro Person und Tag. Das ist weniger, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt: 400 Gramm pro Tag (etwa 5 Portionen Obst und Gemüse). Dies ist sowohl für die öffentliche Gesundheit als auch für den Agrarsektor von Bedeutung.

  • Ein höherer Verzehr von Obst und Gemüse verringert das Risiko, krank zu werden, und verbessert die Gesundheit insgesamt.
  • Außerdem werden dadurch die Obst- und Gemüseerzeuger in der gesamten EU unterstützt.

Von 2010 bis 2020 ging die Zahl der Obst- und Gemüse erzeugenden landwirtschaftlichen Betriebe in der EU laut Eurostat-Daten um 15 % zurück.

EU-Obst und -Gemüse in Zahlen

Obst und Gemüse gehören seit jeher zur Landwirtschaft und zum täglichen Leben in der EU. Von landwirtschaftlichen Familienbetrieben bis hin zu internationalen Märkten sind sie sowohl für die Ernährung als auch für die ländliche Wirtschaft unerlässlich. Eine Momentaufnahme des Sektors auf Grundlage der neuesten Daten verdeutlicht dies:

  • 2023 machten Obst und Gemüse 12,6 % der gesamten landwirtschaftlichen Erzeugung in der EU aus, was einem Wert von rund 68 Mrd. EUR entspricht.
  • Es wurden 59,8 Mio. Tonnen Gemüse (einschließlich Hülsenfrüchte) und 41,2 Mio. Tonnen Obst und Nüsse erzeugt.
  • Rund 1,5 Millionen landwirtschaftliche Betriebe in der EU bewirtschafteten Obstplantagen; 700 000 Betriebe erzeugten Frischgemüse.
  • Insgesamt wurden 3,7 Mio. Hektar Fläche für die Obsterzeugung und 2 Mio. Hektar für den Gemüseanbau genutzt.

* einschließlich getrockneter Hülsenfrüchte

Überblick über die Erzeugung von Obst und Gemüse weltweit und in der EU im Jahr 2024

Obst und Gemüse in der EU im Blickpunkt

Lassen Sie uns einen Blick auf einige der bekanntesten Obst- und Gemüsesorten in der EU und deren wichtigste Erzeugerländer werfen:

  • Äpfel

    Äpfel sind die am häufigsten erzeugten Früchte in der EU: Polen steht für die höchsten Erträge, gefolgt von Italien und Frankreich. 

    Schon gewusst? Äpfel gehören zur Kernobstfamilie, genau wie Birnen und Quitten.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Marktbeobachtungsstelle für Kernobst.

  • Zitrusfrüchte

    Orangen, kleine Zitrusfrüchte und Zitronen sind die am zweithäufigsten erzeugten Früchte in der EU. Spanien, Italien und Griechenland sind hier führend.

    Schon gewusst? In der EU gibt es sieben Zitronensorten, die durch geografische Angaben (g.g.A.) geschützt sind.

    Möchten Sie mehr über die Marktlage für Zitrusfrüchte erfahren? Auf der Seite der Marktbeobachtungsstelle für Zitrusfrüchte werden Sie fündig.

  • Pfirsiche und Nektarinen

    Pfirsiche und Nektarinen gehören zu den am häufigsten erzeugten Früchten in der EU. Hier sind Spanien, Italien und Griechenland führend. 

    Schon gewusst? Diese Früchte gehören zur Steinobstfamilie.

    Wenn Sie mehr über den Steinobstmarkt wissen möchten, besuchen Sie die Seite der Marktbeobachtungsstelle für Steinobst.

  • Tomaten/Paradeiser

    Tomaten/Paradeiser sind das in der EU am häufigsten erzeugte Gemüse. Sie werden sowohl für den Frischverzehr als auch für die Verarbeitung verwendet. Italien, Spanien und Portugal erzeugen die meisten Tomaten.

    Schon gewusst? Es gibt Tomaten/Paradeiser in vielfältigen Formen, Größen und Farben.

    Interessieren Sie sich für die Lage auf dem Tomatenmarkt? Auf der Seite der Marktbeobachtungsstelle für Tomaten finden Sie zahlreiche Informationen. 

  • Erdbeeren

    Die EU ist einer der weltweit größten Märkte für Erdbeeren.

    Schon gewusst? Auf der Schale jeder Beere befinden sich rund 200 Samen. Früchte mit dieser Struktur sind sogenannte Achänen (Schließfrüchte). Erdbeeren werden ausschließlich von Hand geerntet.

  • Spinat

    Spinat ist ein grünes Blattgemüse, dessen Anbau in Belgien, Italien, Spanien und Frankreich weit verbreitet ist.

    Schon gewusst? Ein frisches Spinatblatt sollte fest, tiefgrün und taufrisch sein – keinesfalls labbrig oder welk.

    Informationen über Spinat und Blattgemüse auf dem Datenportal für den Agrar- und Lebensmittelsektor

  • Karotten

    Karotten werden in Polen, Frankreich und den Niederlanden in großen Mengen erzeugt. Das süße, knackige Gemüse ist ganz Europa beliebt.

    Schon gewusst? Es gibt Karotten auch in violett, gelb, rot und weiß – nicht nur in orange!

  • Und was ist mit Kartoffeln?

    Im Jahr 2023 wurden in der EU 48,1 Mio. Tonnen Kartoffeln erzeugt, was einem Anstieg um 1,4 % gegenüber 2022 entspricht.

    Die größten Erzeuger: Deutschland (24,1 %), Frankreich (17,9 %), die Niederlande (13,5 %), Polen (11,6 %) und Belgien (8,4 %).

    Schon gewusst? Kartoffeln werden gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 getrennt von Obst und Gemüse klassifiziert.

Qualität und Ursprung

Obst und Gemüse, das frisch an Verbraucherinnen und Verbraucher verkauft wird, muss gemäß den Vermarktungsnormen von guter Qualität sein, und das Ursprungsland muss deutlich angegeben werden. 

Gemäß der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2429 der Kommission ist die Einhaltung der Vermarktungsnormen auf allen Stufen der Vermarktung von frischem Obst und Gemüse erforderlich, also bei der Ein- und Ausfuhr wie auch im Einzelhandel. Ausnahmen gibt es nur in wenigen Fällen (Direktlieferungen durch Erzeuger, lokale Märkte, Spenden, zur Verarbeitung bestimmte Erzeugnisse).

Mehr zur EU-Politik im Bereich Obst und Gemüse.

Jahreszeitliche Übersichten nach Klimazonen

Handel mit Obst und Gemüse

Frisches Gemüse und Kartoffeln

4,2 Mio. Tonnen
Ausfuhren im Jahr 2023
Wichtigste ausgeführte Erzeugnisse: Kartoffeln (26,4 %), Zwiebeln und Schalotten (24,8 %), Tomaten (8,2 %)
3,4 Mio. Tonnen
Einfuhren im Jahr 2023
Wichtigste eingeführte Erzeugnisse: Tomaten (23,2 %), Kartoffeln (21 %), Zwiebeln und Schalotten (13 %)

Obst und Nüsse

3,5 Mio. Tonnen
Ausfuhren im Jahr 2023
Wichtigste ausgeführte Erzeugnisse: Äpfel (28,6 %), Orangen (9,4 %), Birnen (8,9 %)
13,2 Mio. Tonnen
Einfuhren im Jahr 2023
Wichtigste eingeführte Erzeugnisse: Bananen (39 %), sonstige subtropische Früchte (10,8 %), Orangen (7,5 %)

Beispiele aus der Praxis

Das zarte und süße Aroma von Asperges du Blayais g.g.A. ist etwas ganz Besonderes und macht dieses Gemüse aus dem Südwesten Frankreichs zu einer wahren Delikatesse.

Podcast „Nahrung für Europa“

  • A collage of different foods
    36. Kinder lieben Bananen! Das EU-Schulprogramm für Obst und Gemüse (nur in EN verfügbar)

    Podcast anhören

    7. November 2023

  • The Food for Europe podcast episode 23
    23. Obst und Gemüse in Europa: Innovation, Tradition, Nährwert (nur in EN verfügbar)

    Podcast anhören

    24. November 2022

Videos

  • Jean Matthieu Thévenot: Anbau von Bio-Sämlingen in Frankreich (nur in EN verfügbar)

    Jean Matthieu baut Bio-Sämlinge im Baskenland an und setzt sich für die kleinbäuerliche Landwirtschaft ein. Er spricht über die Hindernisse für den Zugang zu Land, über hohe Kosten und GAP-Subventionen und befürwortet politische Maßnahmen, die gerechte Einkommen und nachhaltige Verfahren gewährleisten. Er vertritt außerdem die Auffassung, dass es für die Zukunft von entscheidender Bedeutung ist, jungen Stadtmenschen die Landwirtschaft wieder nahezubringen.

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  • Marie-Claire Feller: Eine junge Deutsche findet ihren Weg (nur auf EN verfügbar)

    Marie-Claire wuchs nicht auf einem Bauernhof auf, aber sie fand ihren Weg zur Landwirtschaft in Schweden. Sie berichtet über die Schwierigkeiten bei der Gründung, zum Beispiel beim Zugang zu Land, Finanzmitteln und Wissen, und erklärt, warum Agrarökologie und kleinbäuerliche Landwirtschaft wichtig sind. Außerdem fordert sie mehr EU-Unterstützung, um Junglandwirtinnen und -landwirten zum Erfolg zu verhelfen.

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