
Klimawandel und andere Herausforderungen
Die Landwirtschaft gehört zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Wirtschaftszweigen:
- Häufigere und extremere Überschwemmungen und Dürren zerstören Kulturen.
- Extreme Hagelstürme und frühe oder späte Fröste schmälern die Obst- und Gemüseerträge.
- Landwirtinnen und Landwirte sind von der Natur abhängig, um auch in Zukunft Nahrungsmittel erzeugen zu können.
- Ausbrüche von Tierseuchen und Pflanzenkrankheiten
Anpassung an den Klimawandel ist somit nicht mehr eine Option, sondern eine Notwendigkeit. Die Erzeugung von Lebensmitteln kann und muss mit dem Schutz der natürlichen Ressourcen kombiniert werden.
Doch Landwirtinnen und Landwirte kämpfen noch mit anderen Schwierigkeiten:
- niedrige und unsichere Einkommen und geringe Rentabilität
- schwache Marktposition
- komplizierte rechtliche Anforderungen
- steigende Brennstoffkosten und zunehmende geopolitische Instabilität
Die Zukunft der Landwirtschaft sichern
Damit die Landwirtschaft in Europa auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben kann, bedarf es eines integrierten Ansatzes für Nachhaltigkeit in allen Politikbereichen der EU. Dies bedeutet, den Landwirtinnen und Landwirten zu helfen,
- ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und zusätzliche Einkommensquellen zu erschließen.
- sich an den Klimawandel, den Verlust an biologischer Vielfalt und die Umweltverschmutzung anzupassen.
- natürliche Ressourcen nachhaltig und effizient zu nutzen.
- Innovationen, Technologie und ökologischen Wandel zu ihrem Vorteil einzusetzen.
- neue Ausfuhrmöglichkeiten zu erschließen.
- kritische Abhängigkeiten zu verringern.
Die Kommission arbeitet daran, den Agrarsektor widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen, insbesondere gegen Überschwemmungen und Dürren sowie gegen Änderungen in Temperatur- und Niederschlagsmustern.
Sie hat zwei Ziele festgelegt:
- das langfristige Ziel, die Landwirtschaft in der EU klimaintelligent zu machen,
- das kurzfristige Ziel, die Landwirtinnen und Landwirte bei der Bewältigung der sich häufenden Krisen zu unterstützen, einschließlich solcher, die durch den Klimawandel verursacht werden.
Wie hilft die EU?
Unsere Gemeinsame Agrarpolitik stellt die meisten EU-Finanzmittel für den Umweltschutz zur Verfügung und kann dafür sorgen, dass Landwirtschaft und Natur Hand in Hand gehen.
Innovation und Schulungen
Die Kommission setzt alles daran, gemeinsam mit den Landwirtinnen und Landwirten dafür zu sorgen, dass der Übergang zu einer nachhaltigen Lebensmittelerzeugung allen Bedürfnissen gerecht wird. Deshalb wird über die EU-Agrarpolitik und über Horizont Europa, den wichtigsten Forschungsfonds der EU, in Innovation und Schulungen investiert.
- Im Rahmen von Horizont Europa werden 10 Mrd. EUR für Projekte in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Bioökonomie ausgegeben.
- Mehr als 6 Millionen Menschen werden direkt von durch die EU finanzierten Angeboten im Bereich Beratung, Schulung und Wissensaustausch profitieren oder sich an Innovationsprojekten im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft beteiligen, deren Schwerpunkt auf Umwelt- und Klimaleistungen sowie sozialen und ländlichen Themen liegt.
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Mit diesem Fahrplan zur Gestaltung der Zukunft der Landwirtschaft und des Agrar- und Lebensmittelsektors in Europa wird der Weg geebnet für ein attraktives, wettbewerbsfähiges, widerstandsfähiges, zukunftsorientiertes und faires Agrar- und Lebensmittelsystem für heutige wie auch künftige Generationen.
Eine Strategie für einen widerstandsfähigen, wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Tierhaltungssektor, der der territorialen Vielfalt gerecht wird und europäische Exzellenz ins rechte Licht rückt.
Um mehr Flexibilität und eine größere Realitätsnähe zu erreichen, hat die EU einige Bestimmungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) überprüft.
Umfrage zur Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger zu den Themen Landwirtschaft und ländliche Gebiete und zu den Erfolgen der Gemeinsamen Agrarpolitik.
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Podcast „Nahrung für Europa“

Der Podcast „Food for Europe“ ist eine europäische Podcast-Reihe über Lebensmittel und Landwirtschaft mit Interviews mit wichtigen Akteuren der europäischen Agrarpolitik.



