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Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

Wirtschaftliche Nachhaltigkeit in der Agrarpolitik

Der Weg zu wirtschaftlicher Nachhaltigkeit

Wirtschaftlich tragfähige landwirtschaftliche Betriebe sind das Herzstück der Landwirtschaft in der EU. Wenn in der Landwirtschaft kurz- und langfristig keine stabilen und lohnenden Einkünfte erzielt werden können, ist es nicht möglich, die für die Gesellschaft notwendigen Produkte und Dienstleistungen zu liefern.

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) umfasst daher mehrere Instrumente, um die wirtschaftliche Tragfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe zu gewährleisten. Die wirtschaftlichen Instrumente der GAP können auch der Umwelt oder der sozialen Nachhaltigkeit dienen – sie sollten sie aber keinesfalls beeinträchtigen.

GAP 2023-2027

Die GAP 2023-2027 unterstützt die Position der Landwirte in der Lieferkette und fördert die Wettbewerbsfähigkeit des Agrar- und Lebensmittelsektors:

  • Verbesserte Verhandlungsposition: Neue Vorschriften stärken die Zusammenarbeit zwischen Erzeugern, indem die Landwirte zur Zusammenarbeit ermutigt und in die Lage versetzt werden, eine gegengewichtige Marktmacht zu schaffen.
  • Ausrichtung auf den Markt: Die GAP 2023-2027 behält eine allgemeine Ausrichtung auf den Markt bei und liefert den Betrieben Anreize, in Europa und darüber hinaus das Angebot an die Nachfrage anzupassen.
  • Krisenreserve: Um mit künftigen Krisen fertigzuwerden, ist in der neuen GAP eine finanzielle Reserve von mindestens 450 Mio. Euro pro Jahr vorgesehen.
  • Unterstützung für den Weinsektor: Zur Verbesserung der Unterstützung für den Weinsektor wurden spezifische Vorschriften vereinbart.

Wirtschaftliche Nachhaltigkeit in der Praxis

Absicherung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe

Obwohl Landwirtinnen und Landwirte viel tun können, um die Nachhaltigkeit ihrer Tätigkeiten zu verbessern, hängt die wirtschaftliche Tragfähigkeit weitgehend von externen Faktoren ab. In den letzten Jahren traten in ganz Europa die Folgen sich verändernder geopolitischer, natürlicher und klimatischer Rahmenbedingungen immer deutlicher zutage. Probleme durch instabile Wetterbedingungen (Dürren und Überschwemmungen), geopolitische Ereignisse (Einmarsch in die Ukraine), Krankheiten (COVID-19-Pandemie) usw. führten immer wieder zu niedrigeren Erträgen, Marktstörungen und Schwankungen der landwirtschaftlichen Einkommen. Daher enthält die GAP angemessene Instrumente zur Sicherung und zum Schutz der kurz- und langfristigen wirtschaftlichen Tragfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe. 

Die GAP hat zum Ziel, wirtschaftliche Nachhaltigkeit zu erreichen, indem sie für angemessene landwirtschaftliche Einkommen und Krisenfestigkeit der Betriebe sorgt, die Marktorientierung verbessert, die Wettbewerbsfähigkeit steigert und die Position der Landwirtinnen und Landwirte in der Wertschöpfungskette stärkt.

Dazu stehen ihr folgende politische Instrumente zur Verfügung:

  • Förderung angemessener landwirtschaftlicher Einkommen und der Krisenfestigkeit der Betriebe in der gesamten Union zur Verbesserung der Ernährungssicherheit: durch Umsetzung eines fairen Systems zur Einkommensstützung, dessen Instrumente dazu beitragen, Risiken zu bewältigen und mehr Gleichstellung in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette sowie gleiche Wettbewerbsbedingungen gegenüber eingeführten Erzeugnissen zu erreichen;
  • Verbesserung der Marktorientierung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit: durch Unterstützung für die Entwicklung des ländlichen Raums, durch Investitionen z. B. in Modernisierung oder Zusammenarbeit, sowie durch Finanzierungsinstrumente. Dieses Ziel wird auch durch die EU-Politik in Bezug auf geografische Angaben und Qualitätsregelungen untermauert;
  • Verbesserung der Position der Landwirtinnen und Landwirte in der Wertschöpfungskette: durch spezifische Unterstützung für einzelne Sektoren, insbesondere Obst und Gemüse, Bienenzucht, Wein, Hopfen, Olivenöl und Tafeloliven usw.

Weitere Informationen

Wichtigste politische Ziele der GAP 2023-2027

Europäischer Grüner Deal

  • 18. MAI 2020
EU Green Deal: benefits for farmers

Sektorale Interventionen

Die Rolle der Erzeugerorganisationen und Branchenverbände

Sektorale Interventionen stärken u. a. über Erzeugerorganisationen und Vereinigungen von Erzeugerorganisationen die Position der Landwirtinnen und Landwirte, was zu besserer Resilienz und mehr Wettbewerbsfähigkeit führt. Über Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit hinaus bieten diese Organisationen weitere Vorteile. Mit ihrer Hilfe können Landwirtinnen und Landwirte beispielsweise gemeinsam in Technologien investieren, die sie sich einzeln finanziell nicht leisten könnten, wodurch wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltige Produktionsverfahren gefördert werden.  

Darüber hinaus tragen sektorale Interventionen dazu bei, die Position der Landwirtinnen und Landwirte in der Wertschöpfungskette zu stärken, indem Erzeugerorganisationen Ausnahmen von bestimmten Wettbewerbsregeln gewährt werden. Vor allem dadurch können Landwirtinnen und Landwirte ihre kollektive Verhandlungsmacht nutzen.  

Sektorbezogene Programme

In Anerkennung der vielfältigen Vorteile von Erzeugerorganisationen finanziert die EU die Gründung solcher Organisationen sowie sektorale Programme, die verschiedenen Zielen dienen. Diese Programme umfassen u. a. Folgendes:

  • Produktionsplanung und -organisation,  
  • Konzentration des Angebots,  
  • Produktplatzierung auf dem Markt,  
  • Modernisierung,  
  • Forschung und Entwicklung nachhaltiger Produktionsmethoden,  
  • Klimaschutz und Klimaanpassung  
  • sowie innovative Verfahren und Techniken. 

Die Rolle von Wissen und Innovation

Wissen und Innovation können dazu beitragen, dass die Landwirtschaft sowohl gegenwärtig als auch zukünftig rentabel bleibt:

Erläuterung zur Überwachung und Evaluierung von Daten

In der Erläuterung zur Überwachung und Evaluierung von Daten zu Interventionen in bestimmten Sektoren werden die Formulare beschrieben, die die zuständigen Behörden der EU-Länder gemäß Anhang V der Durchführungsverordnung (EU) 2022/1475 im Rahmen ihrer Berichterstattung an die Kommission übermitteln müssen.

  • 21. NOVEMBER 2023
Explanatory Note relating to Annex V to Implementing Regulation (EU) 2022/1475 on Data on interventions in certain sectors as referred to in Article 12(2) – Modification of Table A.7 - p. 7 following Regulation (UE) 2023/2157
  • 24. MAI 2023
Data on interventions in certain sectors (ISAMM form 889) – part 1.1
  • 24. MAI 2023
Data on apiculture sector - notification of the number of beehives (ISAMM form 591) – part 1.2a
  • 24. MAI 2023
Data on apiculture sector - sector and market data (ISAMM form 890) – part 1.2b
  • 24. MAI 2023
Data on interventions in certain sectors - operational funds (ISAMM form 891) – part 1.3
  • 24. MAI 2023
Information related to expenditure in certain sectors (ISAMM form 892) – part 2

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